Vergangene Woche gab es an der Akademie Leonardo zwei Examens-Prüfungen, die beide erfolgreich absolviert worden sind.

Elena Bernotaité arbeitete sich für ihr Examen in das Thema der Kleinwüchsigkeit und Andersartigkeit von Menschen im 19. Jahrhundert ein – und das sehr feinfühlig! Sie illustrierte und dokumentierte die Zeit und speziell die Themen Vergänglichkeit und Macht der Erinnerung zur Romanvorlage „Die Pfaueninsel“. Anschaulich zeigte Elena Größen wie Friedrich Schinkel oder den Gartenkünstler Peter Joseph Lenné und dessen Erschaffung eines künstlichen Paradieses auf der Pfaueninsel.

Wir gratulieren ihr zum erfolgreichen Abschluss und wünschen ihr alles Gute auf ihrem weiteren Weg!

Gestern waren wir – das Team der Akademie Leonardo und Teilnehmer der freien Malklassen (kurz: die „Leos“) – in Oldenburg. Nur einen Katzensprung entfernt warteten zahlreiche grandios gezeichnete und gemalte Blätter von Horst Janssen darauf, von uns gesehen zu werden. Das Museum ist eine wirklich schöne Location, um Kunst und Genuss miteinander zu verbinden: Im kleinen, geschützten und lauschigen Cafégarten starteten wir bei schönstem Sommerwetter mit einer Erfrischung und verbalen Einlassungen zum Künstler, um dann die Eindrücke des Gehörten mit den jetzt in der Ausstellung zu sehenden zu verbinden. Nach den visuellen Eindrücken trudelten wir wieder im Gärtchen ein und es folgte und ein anregender geistiger Input und Austausch.

Alle Räume des Museums stehen den Besuchern auf verschiedenen Ebenen offen – das ist besonders schön, es gibt gewissermaßen keine Grenzen im Finden der eigenen Wege zu den Exponaten. Wir waren von den tierischen Bildern, die aktuell zu sehen sind, sehr inspiriert und beeindruckt – jedes einzelne so voller Qualität und Intensität! Janssens Bilder werden übrigens dauerhaft präsentiert – doch nicht immer dieselben: die Blätter werden immer mal ausgetauscht, so dass ein erneuter Besuch sicherlich lohnt!

      

Ein besonderer Workshop inspirierte Yoga- und Malenthusiasten.
Wirkung und Inspirationen durch Farben, Körperwahrnehmungen und Bewusstseinserfahrungen.

Janin Lechner und Gerd Krenckel führten am Wochenende die Teilnehmer zu ihren schöpferischen Quellen.
„Eine hervorragende Kombination“, bewerteten die inspirierten Mitwirkenden.
Yoga und Malen flossen harmonisch ineinander und die Zeit wurde angefüllt mit inniglichen und faszinierenden Schöpfungsimpulsen.
Alle verließen am Ende des Workshops die Akademie mit einem Lächeln auf den Lippen.
„Our mind must be silent and quiet but our heart must be full of an ardent inspiration.“

    

Art-associated Yoga: Yoga und intuitives Malen. Wirkung und Inspirationen durch Farben, Körperwahrnehmungen und Bewusstseinserfahrungen.

„Our mind must be silent and quiet but our heart must be full of an ardent inspiration.“ Janin Lechner: Kundalini Yoga Lehrerin (KRI), Stufe 1 + 2, Ausbildung bei Karta Singh, Amrit Nam Sarovar, Frankreich. „Für mich ist Kundalini Yoga wie eine Wundertüte – vielseitig und voller Überraschungen, immer wieder aufs Neue. Keine Stunde ist wie die andere … Es wird nie langweilig und man kann immer wieder daraus schöpfen!“ Gerd Krenckel: Maler, Designer und Autor. „Malen, also kreativ schöpfen, ist abhängig vom Tantra (Technik und Handwerk). Somit ist Malen Yoga und ermöglicht Übereinstimmung von Innen- und Außenwelt sowie grenzenlos kreativ zu sein zwischen materiellen und ideellen schöpferischen Energien. Dunkel und Hell gehören zusammen und ergeben LebendigSein“. . Dieser Workshop beinhaltet Yoga, Malen, Malen und Yoga in Kombination, sowie als Abschluss Breathwalking* an der Elbe. Er ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet! Maximale Teilnehmerzahl: 8, wegen der intensiven und individuellen works, also schnell anmelden!

Zwei Neuigkeiten gibt es aus der Akademie:

Am 14. Februar waren wir erstmals mit einem Stand auf der Schülermesse „Traumberuf Medien“ präsent. Mit den sehr interessierten Abiturienten, die wir dort trafen, sprachen wir über unseren Traumberuf „Illustrationsdesign“ und beantworteten ihre Fragen. Ein kurzweiliger Tag in guter Atmosphäre, wie wir fanden.

Eine zweite Auftaktveranstaltung bereicherte uns am letzten Wochenende: In dem von Asaf Shad und Alina Ide geleiteten Workshop „Punkt, Punkt, Komma, Strich“ entstanden schon nach wenigen Stunden einige Studien zum menschlichen Gesicht – einer analytischen Herangehensweise zu Auge, Nase und Mund folgte die Suche nach dem Ausdruck – am Sonntag auch mit Modell! Dies war eine besondere Freude und gleichzeitig eine neue Herausforderung für die Teilnehmer. Viel Input und konzentrierte Stunden später bedankten diese sich für ein tolles Wochenende. Auch wir sagen Danke!

„Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Menschgesicht!“ Was wir als Kinder bereits wussten, legen wir in diesem Workshop wieder frei. Wer das „magische Dreieck“ verinnerlicht hat, der hat die Essenz des Gesichts verstanden: Auge, Nase und Mund bestimmen die Individualität eines Gesichts und dessen Ausdruck. Asaf Shad und Alina Ide begleiten euch

Professionelle und herausragende Ergebnisse brauchen professionelle und vorausschauende Wegbereiter:

Die Qualität des ersten Examens 2018 an der Akademie Leonardo ist unübersehbar: Ob Charakterdesign, Graphic Novel, Textillustration, ob Cover oder die Gestaltung eines Posters – auf all diesen Ebenen zeigte sich der außerordentliche Standart einer Ausbildung, die in Hamburg und darüber hinaus einmalig ist. „Ein Format, das seinesgleichen sucht“, wie einer der Prüfer kommentierte.

Es braucht natürlich begabte und ausdauernde Studenten für ein gutes Ergebnis – doch erst durch das besondere Ausbildungssystem der Akademie und die individuelle Förderung der Dozenten führt es zu einer solch hohen Qualität. Das Thema „Der Goldene Kompass“ von Philip Pullman, das mit seinen unterschiedlichen Ebenen eine geradezu positive Herausforderung für jeden kreativen und phantasiebegabten Ausbildungsfinalisten bot, wurde ausgesucht von Steffi Sternberg und Gerd Krenckel. Sie führten die Examinantin durch die Höhen und Tiefen einer Prüfung, die immer auch eine menschliche ist, und forderten deren Talent heraus. Dafür vielen Dank!

Die Komission tagt

Kein realistischer Maler stellt Verletzlichkeit und Zerbrechlichkeit so inhärent dar wie dieser: Die Dozenten der Akademie Leonardo besuchten die Ausstellung „Gottfried Helnwein – Das Kind“ im Ernst Barlach Museum in Wedel.

Kinder sind Hoffnungen.
So, wie Helnwein Kinder malt – so zart und tief – so ist auch seine Einfühlung zu ihnen, selbst und gerade in seinen bedrängenden und teilweise beängstigenden Darstellungen.
In seiner Darstellung der Kinder ist nicht nur ihre Not, sondern zutiefst Mitgefühl mit der unendlichen Tiefe, die in Kindern sich offenbart, sichtbar.
Er sagt selbst:
„Für mich sind Kinder ein großes Wunder, sie tragen mit ihrer Reinheit und Entrücktheit die Möglichkeit zu einem besseren Menschsein in sich.
Es ist nur wichtig, sie vor den Erziehungs- und Indoktrinierungsmethoden der korrupten Erwachsenenwelt zu schützen!“

Realismus ist ein Allgemeinplatz und grad heute nichts Besonderes, es sei denn der Künstler erschafft eine Art neue Wirklichkeit, die einer tiefere Dimension, eine über die dritte Dimension hinausgehende Bildwahrnehmung. Der Metaphysische Raum als eine Wirklichkeit in der Wirklichkeit.

Helnwein ist ein solcher Maler. Die Qualität seiner Bildräume steht außerhalb jeden Zweifels!
Eine der ganz besonderen Ausstellungen zurzeit in Hamburg – Fünf Sterne!!!

 

Gestern waren wir – das Akademie-Team – im Kino und sahen uns „Loving Vincent“ an, der erste Film, der komplett aus gemalten Ölbildern besteht und von der Presse als „überraschendster Kunstfilm des Jahres“ (faz.net) bezeichnet wurde.

Entsprechend gespannt waren wir – hier unsere Wahrnehmung:

Es ist überaus faszinierend zu sehen, wie zwischen den Bildern van Goghs durch in seiner Handschrift gemalte Bilder eine Handlung entsteht, wie die Pinselstriche in animierte Bewegungen übergehen und zu einem flirrenden Film in van Gogh-Manier werden:

65.000 Bilder fügen sich zu einem digitalisierten Bildteppich zusammen, zu einer bewegten Oberfläche, die permanent „Vincent van Gogh“ flüstert. Wow!

Doch eines vermag der Film nicht: unter diese Oberfläche zu gehen und die Essenz van Goghs zu offenbaren.  Seine tiefe Liebe gegenüber dem Leben zu transportieren, die in all seinen Bildern steckt – dazu bräuchte es den Spirit, der auch Vincent selbst beseelt hat.

Trotzdem ist der Film eine Meisterleistung seiner Art und Pionierarbeit auf seinem Gebiet. Chapeau!